Der 6. Tag
Der sechste Tag führt mich nach Flam.
Nachdem es mich gestern Nachmittag nach der Besichtigung des touristischen Höhepunktes von Röldal, einer schönen alten Stabkirche, dann doch ein wenig zerrissen hat – sprich ich bin beim Sudoku fast eingeschlafen – habe ich erst mal ein kleines Nickerchen gemacht. Danach das Übliche – gammeln, essen, schlafen.
Heute Vormittag habe ich mich dann aufgemacht weitre 180 km auf meinen Kilometerzähler zu bringen. Drei Bergpässe habe ich dabei überwinden müssen und von Utne nach Kvanndal mit der Fähre übergesetzt. Leider ist mir eine direkt vor der Nase weggefahren – also hieß es eine Stunde warten. Aber Zeit ist ja das, wo ich hier am meisten von habe.
Die Landschaft ist einfach unwahrscheinlich schön. Wer das Allgäu mag, wird Norwegen lieben. Mit Tempo 60 durch herrliche Täler, an Wasserfällen vorbei und immer wieder Seen – oder wie heute, Kilometer um Kilometer am Hardanger Fjord entlang. Links der Berg, rechts der Fjord. Dazwischen vielleicht mal eine Leitplanke. Straßen, stellenweise so schmal, dass nur ein Auto passieren kann. Passstraßen, wo du in den Spitzkehren bis in den ersten Gang hinunterschalten musst.
Für mich gilt der abgewandelte BMW-Werbeslogan: „Norwegen – Aus Freude am Fahren“. Das macht hier mit einem BMW sicherlich auch nicht mehr Spaß, weil schnellfahren ist hier nicht.
Jetzt sitze ich auf einem sehr schönen, aber schweineteuren – Campingplatz in Flam. Ich glaube der Campingplatz ist größer als der gesamte restliche Ort. Schön in Terrassen angelegt sitze ich fast ganz oben in meinem Campingstühlchen und schaue in das Tal hinunter.
Nach einer kleinen Ortsbegehung heute Nachmittag, habe ich mir gleich für Morgen 11:00 Uhr ein Ticket für die legendäre Flambahn (Flam-Myrdal-Flam) gekauft. Nach der Rückkehr werde ich dann noch ein Stück weiterfahren. Denn außer Touristen und der Flambahn hat Flam nichts weiter zu bieten, von Souveniershops mal abgesehen.
Noch ein Satz zum Wetter: Überwiegend trübe, überwiegend trocken, 19 – 20 Grad Celsius. Noch sehr angenehm.
Hallo Ernst, das klingt ja richtig begeisternd und so, als müssten wir uns das auch irgendwann mal ansehen. Hoffentlich fährt Dich Deine alte Schüssel weiterhin ohne Probleme durch diese tollen Landschaften, aber wahrscheinlich ist das genau ihr Element. … Wir waren gerade in der Heimat deines Wohnmobils und sind durch das ewig lange Eberswalde gefahren…
Weiterhin gute Fahrt
wünscht Maria
P.S.Kannst Du Axel nicht auch genehmigen, Deine Seiten zu lesen, dann muss ich ihm nicht so viel erzählen. admeier@web.de