8. Tag
Seit Hammerfest gibt es über das Handy keine Datenverbindung mehr. Das Nordkap. Gegen 21:00 Uhr haben wir in Honningsvag angelegt. Um 00:00 Uhr sind die Busse zum Nordkap gestartet. Renate hat sich allein auf den Weg gemacht. Ich war ja erst vor 11 Monaten da oben. Leider war das Wetter sehr bescheiden. Die Sicht durch Wolken und Nebel nahe Null. Um 04:00 Uhr haben wir Honningsvag Richtung Spitzbergen verlassen. Jetzt ist es 10:00 Uhr. Wir haben gefrühstückt und haben jetzt noch 26 Stunden bis Spitzbergen. Seetag. Das Wetter ist rauer geworden. Windstärke 5 – 6. Man merkt, dass man auf See ist. 19:00 Uhr Der Wind hat aufgefrischt! Windstärke um 9 – 10 Beaufort. Der Himmel ist grau, das Meer ist grau. Das mit dem weißen Schaum auf dem Grau ist das Wasser. Renate schwächelt ein wenig. Wir gehen jetzt aber trotzdem zum Abendessen, der Magen muss was zum Arbeiten haben. Seit Bergen ist es nicht mehr dunkel geworden. Das wird auch bis hinter Island so bleiben. Leider hat sich seit Hammerfest die Sonne nicht mehr gezeigt – obwohl sie doch angeblich 24 Stunden scheint. Mitternacht, der 9. Tag beginnt. Immer noch Windstärke 10, raue See. Auf Deck 8 läuft der Galaabend. Die Abendveranstaltung im Theater ist dem Seegang zum Opfer gefallen – zu gefährlich für die Künstler auf der Bühne. Dafür gab es James Bond in Spectre. Wir haben noch 12 Stunden bis Spitzbergen. Mal sehen wie lang der Sturm so weitermacht.