Der 9. Tag
Der Pfeifenreiniger markiert den Standort
Heute bin ich nicht weit gekommen. Die Ostsee muss noch warten.
Von meinem Übernachtungsplatz bei Tartu bin ich nach dem Frühstück durch Tartu nach Mustvee an den Lake Peipsi gefahren. Nach einer ersten Rast ging es dann noch Stück weiter bis ins Vacation Center SUVI in Kajamaa – diese vielen Vokale machen eine ganz kirre – kurz vor der russischen Grenze. Gegen Lake Peipsi ist der Bodensee eine Badewanne, er bildet auf lange Strecke die Grenze zwischen Lettland und Russischen Föderation.
Jetzt stehe ich schon ganze Zeit im Vacation Center, habe schon den weiten Marsch zum See hinter mir – ca. 200 Meter hin und zurück – und genieße momentan den herrlichen Sonnentag im Schatten meines WoMos. Ich denke ich muss meinen bisher sparsam mit Sonnenstrahlen behandelten Elitekörper nicht der Mittagssonne unter einem möglichen Ozonloch aussetzen. Auch im Schatten gibt es für meien Bedürfnisse noch genügend UV-Starhlen.
Die Fahrt hierher hat mich doch sehr an die Insel Rügen erinnert. Entlang der nahe am See gelegenen Straße, rechts und links parkende Autos und überall Trampelpfade zum Wasser. Sogar ausgewiesene Zeltmöglichkeiten sind vorhanden – inkl. Dixie-Klo, was hier aber anders heißt – drei Vokale sind zu wenig für ein estnisches Wort.
Bei dem vielen Wasser/Seen und stehenden Gewässern gibt es auch ausreichend Mücken für jeden. Trotz der Schwerstarbeit der Schwalben, denen ich gestern Abend zugesehen habe, sind auch für mich einige übriggebleiben. Gut das ich Autan eingepackt habe. Heute bin ich von den ersten Schnaken überfallen worden. Hoffentlich lässt das an der Ostsee wieder nach.